Unsere Ziele 2003
Standpunkte und Ziele der SPD Stahnsdorf
zur Kommunalwahl 2003
Wir Sozialdemokraten sind für eine bürgerfreundliche, soziale und demokratische Gemeinde, welche wir im Sinne der Bürgerinnen und Bürger und des Gemeinwohls entwickeln wollen, mit einer starken Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Umwelt und Freizeit:
Stahnsdorf als lebenswertes Zuhause
Stahnsdorf hat viele Vorteile als Wohnort sowie als Standort für Betriebe und Vereine und soll mit den neuen Ortsteilen Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf zum Wohle de Zusammenlebens für die Menschen, die Familien, Alt und Jung als lebenswertes Zuhause weiterentwickelt werden.
Stahnsdorf (Ort), mit über 9640 Einwohnern, hat seit 1990/91 wegen seiner günstigen Lage zwischen Potsdam, Berlin und Teltow über 4000 Menschen hinzugewonnen. Diese deutlich wachsende Wohnbevölkerung hat viel verändert. Sie ging wie in den Ortsteilen mit einer regen Bautätigkeit in vorhandenen und neuen Siedlungsgebieten einher, wobei die Vielfalt der Menschen, ihrer Aufgaben und das Zusammenleben in schöner Nachbarschaft alte und neue Stahnsdorfer enger zusammenwachsen lässt in einer lebendigen Gemeinde, für die wir uns als Sozialdemokraten einsetzen. Dabei sind aber auch Grenzen des Wachstums erkennbar geworden, zum Beispiel im Hinblick auf weitere Bau- und Gewerbegebiete, den PKW- und Schwerlastverkehr, die Ausstattung mit Kindergarten- und Hortplätzen, die weiterführenden Schulen und weitere Engpässe, die in schwierigen Zeiten knapper Kassen gerade auch öffentliches Handeln als Gemeinde erschweren.
Die gemeinsam mit anderen politisch Verantwortlichen erfolgreich betriebene Entschuldung der Gemeinde schafft die Voraussetzungen und die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde (»Stahnsdorfs zweite Chance«).
Sicherung der Lebensqualität
Mit SPD-Vorlagen in der Gemeindevertretung und öffentlichen Veranstaltungen haben wir uns für eine solide, geordnete städtebauliche Orts- und Verkehrsentwicklung sowie für eine nachvollziehbare, rechtswirksame, verständliche Flächennutzungsplanung mit frühzeitiger Bürgerbeteiligung zum Vorteil der Sicherung der Lebensqualität engagiert.
Grundanliegen
Mit viel Kreativität und Hartnäckigkeit konnten deshalb einige unserer Grundanliegen vorangebracht werden: behutsame Siedlungsentwicklung, Einrichtung von Tempo 30-Zonen, Verabschiedung einer sozialverträglichen KITA-Satzung, Erhaltung des ClaB und Einführung der Jugendarbeit (Streetworker), Erhaltung der Bibliothek, Unterstützung der Jugendfeuerwehr, Schaffung von Ausbildungsplätzen in der Verwaltung etc.
Wahlprogramm der Region zur Kommunalwahl 2003
10 Punkte für die Region
Gemeinsames Wahlprogramm der SPD
in Teltow / Kleinmachnow / Stahnsdorf
Wir haben ein gemeinsames Ziel: Unsere Region soll den Menschen ein liebenswertes zu Hause sein, ganz gleich, ob sie schon immer hier lebten oder wann sie zugezogen sind. Nur das Zusammenwirken Aller schafft lebendige Kommunen. Mit einer starken Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit, alten und neuen Formen ehrenamtlicher Zusammenarbeit. Für uns steht die Integration an vorderster Stelle.
Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf haben in den vergangenen Jahren eine dynamische Entwicklung erlebt. Die Bautätigkeit wurde erheblich ausgeweitet. Die Wohnbevölkerung ist kontinuierlich gewachsen. Das Verkehrsaufkommen ist deutlich angestiegen. Die gewerbliche Wirtschaft hat ihr Profil grundlegend verändert. Die öffentliche Infrastruktur stößt an ihre Kapazitätsgrenzen.
Wir verstehen es als unsere Aufgabe, auch künftig pragmatische und nachhaltige Lösungen aufzuzeigen. Dazu suchen wir den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, vor der Wahl und nach der Wahl. Die nachfolgenden 10 Punkte sind für die SPD in der Stadt Teltow und den Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf von regionaler Bedeutung:
- Wir wollen eine effiziente Zusammenarbeit auf der Grundlage der Selbstständigkeit der drei Kommunen. Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft »Der Teltow« (KAT) kann diesen Prozess hilfreich begleiten, solange die lokale Identität bewahrt und die demokratische Legitimation gewährleistet bleibt. Erfolgversprechende Anfänge zur Kooperation sind gemacht; zum Beispiel beim Verbund der Bibliotheken, beim Winterdienst oder der Feuerwehr.
- Wir wollen eine behutsame Siedlungsentwicklung. Das bedeutet den Verzicht auf die Ausweisung weiterer großflächiger Siedlungsgebiete. Die bestehenden, planungsrechtlich gesicherten kommunalen und privaten Bau- und Gewerbegebiete sollen mit einer abgestimmten Vermarktungsstrategie entwickelt bzw. vitalisiert werden, die eine sinnvolle Aufgabenteilung sowie die verkehrliche Erreichbarkeit berücksichtigt.
- Wir wollen einen verträglichen Autoverkehr. Wir werden uns für eine zwischen den Kommunen abgestimmte Verkehrsplanung stark machen. Zur Vermeidung von Durchgangsverkehren einschließlich des Schwerlastverkehrs in den Ortslagen brauchen wir Entlastungsstraßen wie die Nordumfahrung Güterfelde und das Spangensystem Teltow, die mit Querungshilfen und ggf. Lärmschutz ausgestattet werden müssen. Zur besseren Durchlässigkeit sollen auch künftig vorrangig Kreisverkehre eingerichtet werden. Die Durchbindung von Straßen – wie dem Stahnsdorfer Damm – durch Naherholungsgebiete lehnen wir ab.
- Wir wollen einen leistungsstarken Öffentlichen Nahverkehr. Dazu gehört die Optimierung des Bussystems. In sinnvoller Ergänzung zu den bestehenden Linien soll ein Regiobus die drei Kommunen untereinander und mit den U- und S-Bahnhöfen verknüpfen. Ein Express-Bus nach Wannsee kann die Region an das Bahnnetz anbinden. Mittelfristig ist über den S-Bahn-Anschluss für Teltow hinaus die Anbindung von Stahnsdorf erforderlich; die Option für weiterführende Trassen muss gewahrt werden. Für die schienengebundene Erschließung der Region hat die Stammbahn als Regionalbahnstrecke Bedeutung.
- Wir wollen eine Nachhaltigkeitsstrategie für die Region. Wir unterstützen die Arbeit der Lokalen Agenda 21 (Kommunalaufgaben im 21. Jahrhundert). Wir streben einen gemeinsamen Flächennutzungsplan an, der für eine geordnete städtebauliche und nachhaltige räumliche Entwicklung die lokalen Ziele zur Entwicklung der Region aufnimmt, mit den Bürgerinnen und Bürgern frühzeitig abgestimmt wird und langfristig Planungssicherheit bietet. Einen überdimensionierten, und somit wirtschaftlich und umweltpolitisch unverträglichen Ausbau des Teltowkanals lehnen wir ab. Stattdessen befürworten wir die nachhaltige Ertüchtigung des Wasser-Weges.
- Wir wollen eine starke Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze in der Region. Wir wollen die Vielfalt des Angebots, zu der das örtliche Handwerk, der mittelständische Einzelhandel und die Dienstleistungswirtschaft wesentlich beitragen. Deshalb unterstützen wir den Mittelstand bei der Ansiedlung durch den Ausbau der Infrastruktur. Zukunftsgerechte, zentrennahe Einrichtungen im Innenbereich haben Vorrang vor einseitigen Wettbewerbsverzerrungen durch großflächige Einzelhandels- und Verbrauchermärkte im Außenbereich.
- Wir wollen den bedarfsgerechten Ausbau der Schullandschaft. Das bedeutet für uns die Sicherung bestehender Standorte, die Einrichtung einer dritten Staatlichen Grundschule in Kleinmachnow, und die mittelfristige Erweiterung des gymnasialen Angebots durch ein drittes Gymnasium für die Region in Stahnsdorf sowie kurzfristige Übergangslösungen in Kleinmachnow und Teltow. Wir wollen, dass alle Angebotsformen, die das brandenburgische Schulgesetz beschreibt, flächendeckend erhalten bleiben.
- Wir wollen eine zukunftsfähige soziale Infrastruktur. Dazu zählt die angemessene Ausstattung mit Kita- und Hortplätzen. Wir wollen die Vielfalt der Begegnungsstätten für die verschiedenen Zielgruppen und Generationen sichern und ausbauen.
- Wir wollen ein attraktives Sport- und Freizeitangebot. Es ist unser gemeinsamer Wille, das Freibad Kiebitzberge langfristig zu erhalten. Wir begrüßen den Ausbau der Sportanlage Heinrich-Zille-Straße in Stahnsdorf als regionale Sportstätte. Wir treten ein für ein qualifiziertes Angebot an Sport- und Spielstätten in der Region.
- Wir wollen das regionale Kulturleben fördern. Kultur gehört zum Leben wie die Luft zum Atmen. Wir haben eine attraktive regionale Kulturlandschaft und ein vielfältiges Vereinsleben. Wir sind keine »Schlafstädte«, sondern lebendige Gemeinden.
Auf gute Nachbarschaft
in Teltow und Ruhlsdorf:
Rolf-Dieter Bornschein (Vorsitzender SPD Teltow),
Berndt Längrich (Vorsitzender SPD-Fraktion Teltow)
in Kleinmachnow und Dreilinden:
Dr. Jens Klocksin (Vorsitzender SPD Kleinmachnow),
Bernd Bültermann (Vorsitzender SPD-Fraktion Kleinmachnow)
in Stahnsdorf, Sputendorf und Schenkenhorst, Güterfelde und Kienwerder:
Heinrich Plückelmann (SPD Stahnsdorf),
Dr. Wolfgang Enke (Vorsitzender SPD Güterfelde),
Manfred Kokel (Vorsitzender SPD-Fraktion Stahnsdorf)






